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G-Code-Befehlsreferenztabelle
- Von: HDCMFG
G-Code (Geometric Code) ist die universelle Programmiersprache zur Steuerung von CNC-Maschinen (Computer Numerical Control). G-Code wurde in den 1950er Jahren am MIT entwickelt und ist nach wie vor das Rückgrat der modernen CNC-Bearbeitung. Es ermöglicht eine präzise Steuerung von Bearbeitungsprozessen wie Fräsen, Drehen und Laserschneiden.
Jeder G-Code-Befehl beginnt mit einem Buchstaben (z. B. G, M oder F), gefolgt von numerischen Werten, die die Maschine anweisen:
- Bewegung steuern (G-Befehle): Bestimmen Sie den Pfad und die Geschwindigkeit des Werkzeugs (z. B. Bewegung zu Koordinaten, lineare/Bogenbewegung).
- Funktionen verwalten (M-Befehle): Start-/Stopp-Aktionen handhaben (z. B. Spindeldrehung, Werkzeugwechsel, Kühlmittel ein/aus).
Obwohl sie unter ISO 6983 standardisiert sind, gibt es Unterschiede zwischen den Maschinenherstellern (z. B. Fanuc, Haas, Siemens). Diese Tabelle umfasst 90% allgemein verwendbarer G-Codes. Informationen zur Kompatibilität erweiterter Funktionen (5-Achsen, Makros) finden Sie immer im Handbuch Ihrer Maschine.
Schlüsselkonzepte:
- Modale Befehle: Bleiben Sie aktiv, bis Sie ersetzt werden (z. B.
G01bleibt im linearen Bewegungsmodus). - Nicht-modale Befehle: Einmal ausführen (zB
G28kehrt in die Ausgangsposition zurück). - Einheiten:
G20(Zoll) /G21(Millimeter). - Koordinatensysteme:
G54–G59(Arbeitsverschiebungen),G90(absolute Positionierung),G91(inkrementelle Positionierung). - Sequentielle Ausführung: Die Maschine liest Code Zeile für Zeile, von oben nach unten, Kein Überspringen oder Schleifen es sei denn, Sie verwenden erweiterte Funktionen

G-Code Kategorien
| Kategorie | Beispielbefehle | Primäre Funktion |
|---|---|---|
| Bewegungssteuerung | G00, G01, G02, G03 | Werkzeugbewegung (schnell/linear/Bogen) |
| Ebenenauswahl | G17, G18, G19 | Arbeitsebene auswählen (XY/XZ/YZ) |
| Einheiten und Maße | G20 (Zoll), G21 (mm) | Maßsystem festlegen |
| Koordinatensysteme | G54-G59, G92 | Definieren Sie Arbeitsversätze oder temporäre Koordinaten |
| Werkzeugkompensation | G40, G41, G42, G43 | An Werkzeuggröße/-länge anpassen |
| Feste Zyklen | G81 bis G89 | Automatisierte Bohr-/Gewindebohrroutinen |
| Spindelsteuerung | M03, M04, M05 | Spindeldrehung starten/stoppen |
| Kühlmittelregelung | M08, M09 | Kühlmittel ein-/ausschalten |
| Programmsteuerung | M30, M02 | Programm beenden/Maschine zurücksetzen |
| Sonderfunktionen | G28, G53 | Zurück zu Home/Maschinenkoordinaten |
Notiz: 80% von Basisprogrammen verwenden nur: G00/G01, G17/G20/G21, M03/M05, und M30.
Referenztabelle allgemeiner G-Code-Befehle
| Befehl | Funktion | Parameter | Beispiel | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| G00 | Schnelle Positionierung (spanlose Bewegung) | X, Y, Z (Zielkoordinaten) | G00 X10 Y5 Z2 | Kollisionen vermeiden, es erfolgt kein Schnitt. |
| G01 | Lineare Interpolation (Schnittbewegung) | X, Y, Z, F (Vorschubgeschwindigkeit) | G01 X20 Y15 Z0 F150 | Behalten Sie eine konstante Vorschubgeschwindigkeit für die Oberflächengüte bei. |
| G02 | Kreisinterpolation im Uhrzeigersinn | X, Y, I, J, K (Bogenmittelpunktversatz) | G02 X30 Y30 I5 J0 | I/J/K definieren den Bogenmittelpunkt relativ zum Startpunkt. |
| G03 | Kreisinterpolation gegen den Uhrzeigersinn | Wie G02 | G03 X40 Y20 I0 J-5 | Wird für Bögen und Kreise verwendet. |
| G17 | XY-Ebenenauswahl | Keiner | G17 | Standardebene für die meisten Fräsvorgänge. |
| G18 | XZ-Ebenenauswahl | Keiner | G18 | Wird für Dreharbeiten verwendet. |
| G19 | YZ-Ebenenauswahl | Keiner | G19 | Wird beim Standardfräsen selten verwendet. |
| G20 | Zoll-Einheiten | Keiner | G20 | Setzt alle Werte auf Zoll. |
| G21 | Metrische Einheiten | Keiner | G21 | Setzt alle Werte auf Millimeter. |
| G28 | Zurück zur Ausgangsposition | X, Y, Z (optional über Zwischenstück) | G28 X0 Y0 Z0 | Maschine fährt zum Referenzpunkt. |
| G40 | Fräserkompensation abbrechen | Keiner | G40 | Deaktiviert den Werkzeugradiusversatz. |
| G41 | Linke Fräserkompensation | D (Werkzeugradius-Offset-Nummer) | G41 D1 | Kompensiert den Werkzeugradius links vom Pfad. |
| G42 | Rechte Fräserkompensation | D (Werkzeugradius-Offset-Nummer) | G42 D2 | Kompensiert den Werkzeugradius rechts vom Pfad. |
| G43 | Werkzeuglängenkompensation | H (Werkzeughöhenversatznummer) | G43 H3 | Passt die Werkzeuglänge an; wichtig für Multitool-Setups. |
| G54 | Arbeitskoordinatensystem 1 | Keiner | G54 | Wählt einen vordefinierten Werkstückversatz (G54–G59) aus. |
| G80 | Bewegungsmodi abbrechen | Keiner | G80 | Bricht Zyklen ab (z. B. Bohren, Gewindeschneiden). |
| G90 | Absolute Positionierung | Keiner | G90 | Alle Koordinaten sind relativ zum Ursprung. |
| G91 | Inkrementelle Positionierung | Keiner | G91 | Die Koordinaten sind relativ zur aktuellen Position. |
| M03 | Spindelstart (im Uhrzeigersinn) | S (Spindeldrehzahl) | M03 S2000 | Die Spindel dreht sich im Uhrzeigersinn mit 2000 U/min. |
| M04 | Spindelstart (gegen den Uhrzeigersinn) | S (Spindeldrehzahl) | M04 S1500 | Wird für Rückwärtsschneidvorgänge verwendet. |
| M05 | Spindelstopp | Keiner | M05 | Stoppt die Spindel nach dem Betrieb. |
| M06 | Werkzeugwechsel | T (Werkzeugnummer) | M06 T5 | Automatischer Werkzeugwechsel (erfordert ATC). |
| M08 | Kühlmittel ein | Keiner | M08 | Aktiviert Flutkühlmittel. |
| M09 | Kühlmittel aus | Keiner | M09 | Schaltet das Kühlmittel ab. |
| M30 | Programm beenden und zurücksetzen | Keiner | M30 | Beendet das Programm und setzt die Maschine zurück. |
| F | Vorschubgeschwindigkeit | Vorschubwert (Einheiten/min oder Einheiten/Umdrehung) | F200 | Eingestellt in G94 (Einheiten/min) oder G95 (Einheiten/Umdrehung). |
| S | Spindeldrehzahl | RPM-Wert | S3000 | Die Geschwindigkeit ist abhängig vom Material und Werkzeugtyp. |
| T | Werkzeugauswahl | Werkzeugnummer | T4 | Bereitet das Werkzeug für den Befehl M06 vor. |
FAQ
Nein. Moderne CAM-Software generiert den Großteil des Codes automatisch. Konzentrieren Sie sich auf das Verständnis gängiger Befehle wie G00, G01, M03, und M30.
Die Grundlagen sind universell, aber erweiterte Funktionen variieren je nach Marke. Zum Beispiel:
- Haas: G187 (Hochgeschwindigkeitsmodus)
- Fanuc: G05.1 (Glätten)
Einzelheiten finden Sie stets im Handbuch Ihrer Maschine.
Ja. Beispiele:
Benutzen G00 (schnelle Bewegung) statt G01 (langsamer Schnitt) → Werkzeug prallt gegen das Werkstück.
Vergessen M05 (Spindelstopp) → Der Spinner dreht sich nach Programmende weiter.
- Erst testen: Programme im „Trockenlauf“-Modus ausführen (ohne Schneiden).
- Einzelblockmodus: Führen Sie jeweils eine Zeile aus, um Fehler abzufangen.
- Sicherungseinstellungen: Notieren Sie die Maschinen-Offsets vor dem Bearbeiten.
- Sauberer Arbeitsplatz: Entfernen Sie Fremdkörper, die die Bewegung behindern könnten.
Ja, aber optimieren Sie nur Werte, die Sie vollständig verstehen, und ändern Sie Werkzeugpfade niemals ohne CAM-Software – kleine Fehler können zu Abstürzen führen.
CAM-Programme: Fusion 360, Mastercam, SolidWorks CAM (kostenpflichtig), FreeCAD, Easel (webbasiert).
Notiz: Vermeiden Sie es, Code von Grund auf neu zu schreiben, es sei denn, Sie verfügen über Erfahrung.
Ressourcen
- LinuxCNC G-Code Dokumentation
- Programmierhandbuch für die Fanuc 30i/31i/32i-Serie
- Siemens 840D SL Erweitertes Programmierhandbuch
- Norm ISO 6983-1
- Arbeitsbuch zur Haas-Fräsprogrammierung
- Mazak SmoothX CNC-Programmierhandbuch
- G-Code-Grundlagen (NRAO)
- CNC-Kochbuch-Blog
- NC Viewer (Web, kostenlos)
- CAMotics (Open Source)
- Vericut
- Praktischer Maschinist
- LinuxCNC Forum
- Stack Exchange – Fertigung
- Reddit r/CNC